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Theaterbesuch „Not the Messiah“ am 15. Mai im Landestheater

Theaterbesuch „Not the Messiah“ am 15. Mai im Landestheater

Trotz langem Wochenende und Zwickeltag machte sich eine 45-köpfige Gruppe von Jugendlichen der 4. – 6. Klassen und einigen Eltern und Lehrpersonen mit dem Bus auf ins Salzburger Landestheater. Der Kultfilm „Das Leben des Brian“ der englischen Komikertruppe „Monty Python“ aus dem Jahr 1979 wurde bereits 2007 durch Eric Idle und John Du Prez zur Bühnenfassung und erlebt seine Österreichpremiere als komisch-szenisches Oratorium nun im Salzburger Landestheater. Mozarteumorchester und Landestheaterchor interagieren mit den 5 Solisten, die auch in wechselnden Rollen die Protagonisten darstellen, auf vollendet künstlerische und humorvolle Weise. Der viel diskutierte, anfangs auch zensurierte Filmstoff, der viele Elemente religiös- gesellschaftlicher Mechanismen persifliert, hat auch beinahe 50 Jahre nach seinem Erscheinen nichts an Aktualität eingebüßt. Der kollektive Wunsch nach einfachen Lösungen durch Heilsbringer, heute nennt man sie wohl Influencer, inspiriert und bewegt die „Follower“ damals wie heute. Imperiale Macht, Reliquienverehrung („Seht, die heilige Sandale!“), Verschwörungsmythen, Transgenderthemen und patriarchal indizierte Alltagssorgen, Egoismus und blinder Herdentrieb sowie Generationenkonflikte bleiben ebenso aktuell wie die Schwierigkeit, sich auf seine eigenen Fähigkeiten zu verlassen. Der eindringliche Appell von Brian „Ihr seid alle Individuen. Ihr braucht keinen, der euch anführt. Trefft eure eigenen Entscheidungen!“ wird vom Volk unisono beantwortet mit „Ja, wir sind alle Individuen. Sag uns, was wir tun sollen!“. Und so vollendet sich Brians Schicksal, das in der zeitgleichen Geburt mit Jesus seinen Anfang genommen hat, unweigerlich am Kreuz. Ebendort erklingt abschließend das bekannte Lied, das wohl als Quintessenz und Botschaft von Monty Python gesehen werden kann: „Always look on the bright side of life.“ Das Leben ist absurd. Lachen wir wenigstens darüber. 

Ein herrlicher Konzert- und Theaterabend, der von der Tonsprache her natürlich von Händels Oratorium „Messias“ inspiriert ist. Darüber hinaus finden sich Elemente von Blues, Gospel und Musical. Diese breite Klangpalette lädt auf satirisch-komische Weise zum Nach- und vor allem selber Denken ein.

                                                                                                                                              17. 5. 2026, Barbara Reiter

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