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Wenn Einsamkeit spricht – Gedichte der 1C

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Wenn Einsamkeit spricht – Gedichte der 1C

Im Rahmen der Klassenlektüre „Der Sprachabschneider“ von Hans Joachim Schädlich setzten sich die Schülerinnen und Schüler der 1C (Sprachenzweig) mit Sprache und deren Wirkung auseinander. Ausgehend von Wilhelm Buschs Gedicht „Glück der Einsamkeit“ verfassten sie eigene lyrische Texte unter dem Titel „Unglück der Einsamkeit“. Dabei entstanden eindrucksvolle Gedichte, in denen persönliche Gedanken, Gefühle und kreative Sprachbilder zum Ausdruck kommen.

Glück der Einsamkeit (Wilhelm Busch)

Wer einsam ist, der hat es gut,
Weil keiner da, der ihm was tut.
Ihn stört in seinem Lustrevier
Kein Tier, kein Mensch und kein Klavier,
Und niemand gibt ihm weise Lehren,
Die gut gemeint und bös zu hören.
Der Welt entronnen, geht er still
In Filzpantoffeln, wann er will.
Sogar im Schlafrock wandelt er
Bequem den ganzen Tag umher.
Er kennt kein weibliches Verbot,
Drum raucht und dampft er wie ein Schlot.
Geschützt vor fremden Späherblicken,
Kann er sich selbst die Hose flicken.
Liebt er Musik, so darf er flöten,
Um angenehm die Zeit zu töten,
Und laut und kräftig darf er prusten,
Und ohne Rücksicht darf er husten,
Und allgemach vergisst man seiner.
Nur allerhöchstens fragt mal einer:
Was, lebt er noch? Ei, Schwerenot,
Ich dachte längst, er wäre tot.
Kurz, abgesehn vom Steuerzahlen,
Lässt sich das Glück nicht schöner malen.
Worauf denn auch der Satz beruht:
Wer einsam ist, der hat es gut

Verfilmung des Gedichts: https://www.youtube.com/watch?v=MYCSqOLMP9c

Und hier die Gedichte der 1C (Bild anklicken)

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